Künstlerischer Leiter und Chefdirigent Nationalen Symphonieorchesters des Polnischen Rundfunks (NOSPR)
Künstlerischer Leiter und Chefdirigent Münchener Kammerorchester (MKO)
Künstlerischer Leiter Tongyeong International Music Festival (TIMF)

„Eine Gestaltungssynthese im Banne neo-barocker Exzessivität, der Liebreich und das entfesselte Museumsorchester alles zu geben wussten.“
(Bernhard Uske, Frankfurter Rundschau, Februar 2013, zum Bruckner-Debüt in der Alten Oper Frankfurt)

„In höchstem Maße virtuos: Vom ersten Ton an glasklare Transparenz, die so manches wieder hörbar macht, gepaart mit höchster Präzision und sauberstem Spiel.”
(Dominik Lepuschitz zum Debüt im Wiener Musikverein, März 2013)


2013 und 2014 dirigiert der gebürtige Regensburger, der an der Hochschule für Musik München und am Salzburger Mozarteum studiert hat und von der Arbeit mit Claudio Abbado und Michael Gielen nachhaltig geprägt wurde, seine Debüts mit Bruckners Dritter an der Alten Oper Frankfurt, mit Beethoven im Wiener Musikverein, mit Schuberts Unvollendeter an der Cité de la Musique und schließlich mit einem Sibelius-Dusapin Programm mit dem Tokyo Philharmonic Orchestra in der Suntory-Hall Tokyo.

1996 wurde an Alexander Liebreich von einer Jury um Sir Edward Downes und Peter Eötvös der Kirill Kondraschin Preis verliehen; anschließend wurde er als Assistent von Edo de Waart an das Niederländische Radio Filharmonish Orkest berufen. In der Folge war er zu Gast bei zahlreichen renommierten Orchestern wie dem Concertgebouw Orchester Amsterdam, dem BBC Symphony Orchestra, dem Auckland Philharmonia, den Münchner Philharmonikern und dem Rundfunk Symphonie-Orchester Berlin. Zuletzt dirigierte er unter anderem das Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die NDR Radiophilharmonie, das RSO Stuttgart, die Dresdner Philharmoniker, das Osaka Philharmonic Orchestra, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das NHK Symphony Orchestra in Tokio und das Frankfurter Opern- und Museumsorchester.

Im Herbst 2006 übernahm Alexander Liebreich als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent das Münchener Kammerorchester. Inzwischen wird das innovative, für seine spannungsvolle Programmatik ebenso wie seine außergewöhnlichen Klangkultur vielfach ausgezeichnete Ensemble nicht nur in München gefeiert, sondern auch bei Auftritten in den europäischen Musikmetropolen, Gastspielen bei internationalen Festivals und Tourneen in Europa und Asien. Eine erste gemeinsame CD mit Symphonien von Haydn und der Kammersymphonie von Isang Yun, die Anfang 2008 bei ECM erschien, stieß auf ein begeistertes Kritikerecho. 2011 folgte, ebenfalls bei ECM, eine Einspielung mit Werken von  Nach einer Bach-Aufnahme mit Hilary Hahn, Christine Schäfer und Matthias Goerne bei der Deutschen Grammophon erschien 2011 bei Sony Classical eine CD mit Rossini Ouvertüren, die erneut von der Kritik gefeiert wurde. Für Oktober 2013 wird die CD-Veröffentlichung des Requiems von Wolfgang Amadeus Mozart erwartet, die mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks erneut für Sony Classical aufgenommen wurde.

Mit Beginn der Saison 2012/2013 übernahm Alexander Liebreich die Position des künstlerischen Leiters und Chefdirigenten des Nationalen Symphonieorchesters des Polnischen Rundfunks mit Sitz in Katowice. Damit steht an der Spitze des führenden polnischen Orchesters zum ersten Mal ein deutscher Chefdirigent. Im Herbst 2014 wird Liebreich mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks und dem Pianisten Krystian Zimerman die neue Philharmonie des Polnischen Rundfunks eröffnen, die von dem Architekten Tomasz Konior und dem Akustiker Yasuhisa Toyota entworfen wurde.

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Hans Neuenfels für Schoecks „Penthesileia“ dirigiert Alexander Liebreich in der kommenden Saison erneut an der Oper in Frankfurt die Neuproduktion von Enescus „Oedipe“ (Regie: Hans Neuenfels).

Alexander Liebreich hat sich neben seinen Konzerten und Opernproduktionen auch mit außergewöhnlichen Initiativen einen Namen gemacht. Dazu zählt das von ihm in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut realisierte „Korea-Projekt“: 2002 reiste er erstmals mit der Jungen Deutschen Philharmonie nach Nord- und Südkorea, um dort Erstaufführungen von Bruckners 8. Symphonie zu dirigieren. Inzwischen war Alexander Liebreich fünfmal als Gastprofessor für den DAAD in Nordkorea. Der Film „Pyongyang Crescendo“, 2005 auf DVD erschienen, dokumentiert seine Erfahrungen dort.

Im Dezember 2008 wurde Alexander Liebreich in die Mitgliederversammlung des Goethe-Instituts berufen, die sich als Planungsgremium aus bedeutenden Persönlichkeiten des kulturellen und sozialen Lebens der Bundesrepublik Deutschland zusammensetzt.

2011 übernahm Alexander Liebreich die künstlerische Leitung des Tongyeong International Music Festival (TIMF) in Südkorea, das zu den größten und wichtigsten Festivals im asiatischen Raum zählt. Im Sinne der interkulturellen Begegnungen installierte er das „East-West-Residence-Programme“, welches bisher Gastkünstler wie Heiner Goebbels, Unsuk Chin, Martin Grubinger, Gautier Capucon, Toshio Hosokawa und Beat Furrer nach Süd-Korea einlud.

Alexander Liebreich heiratete 2006 die Tänzerin Simone Geiger, ehemalige Solistin des Bayerischen Staatsballets und ehemaliges Mitglied des Nederlands Dans Theaters. Mit dem Sohn David Luis Andrea leben sie seit 2008 in München.