Alexander Liebreich über Richard Wagner

Foto von Richard Wagner

Quelle: Wikipedia

Meine erster prägender Eindruck des Rings war die Inszenierung von Patrice Chéreau. Als 10-jähriger Junge war ich vor allem von den Riesen Fasolt und Faffner fasziniert.
Am Pult stand damals Pierre Boulez. Karl Amadeus Hartmann hatte Wieland Wagner empfohlen, Boulez nach Bayreuth zu holen – schon Ende der 60er Jahre für den Parsifal. Dem ersten Akt der Walküre steht daher “Dialogue de l’ombre double” von Boulez mit dem Klarinettisten Jörg Widmann gegenüber. In meinen Augen ein notwendiger Kontrast. Vor dem Konzert möchte ich mit der Tochter von Wieland Wagner, Daphne Wagner über Tradition und Neuerung in dieser Zeit in Wahnfried sprechen.

Für mich persönlich schliesst sich mit diesem Konzert ein anderer Kreis: Noch während meiner Studienzeit wurde mir für mein Dirigat von Tannhäuser im Amsterdamer Concertgebouw der Kondrashin-Preis verliehen. Nach Tristan ist die Walküre nun meine dritte intensive Begegnung mit Wagner. Es ist mir Freude und Ehre mit den herausragenden Sängern Anja Kampe (Sieglinde),
Christopher Ventris (Siegmund) und Reinhard Hagen (Hunding) und dem wunderbaren nationalen Polnischen Rundfunksinfonieorchester dieses Konzert zu gestalten.

Alexander Liebreich dirigiert „Die Walküre“ mit dem NOSPR am 14. Juni in Katowice. Mehr Infos hier.