Nationales Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks

Das Nationale Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks /NOSPR/ erfüllt die Funktion des Kulturbotschafters, der sein Land auf der internationalen Kunstbühne vertritt. Das Orchester arbeitete mit den größten Komponisten der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts zusammen – mit Witold Lutosławski, Henryk Mikołaj Górecki und Krzysztof Penderecki – und präsentierte erste Aufführungen ihrer Werke.

NOSPR wurde von Grzegorz Fitelberg im Jahre 1935 gegründet und dann bis zum Ausbruch des 2.Weltkriegs geführt. Im Jahre 1945 wurde das Orchester in Kattowitz von Witold Rowicki reaktiviert. 1947 übernahm Fitelberg wieder die musikalische Leitung. Nach seinem Tod im Jahre 1953 wurde das Orchester durch Jan Krenz, Bohdan Wodliczko, Kazimierz Kord, Tadeusz Strugała, Jerzy Maksymiuk, Stanisław Wisłocki, Jacek Kaspszyk, Antoni Wit, Gabriel Chmura, dann wieder von Jacek Kaspszyk geleitet. Im September 2000 wurde Joanna Wnuk-Nazarowa zum General,- und Programm Direktor ernannt. Stanisław Skrowaczewski ist erster Gastdirigent, Jan Krenz – Ehrendirigent, künstlerischer Berater – Jerzy Semkow. Seit Januar 2009 ist Michal Klauza der zweite Dirigent.

Seit dem 31.August 2012 leitet Alexander Liebreich das Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks Katowice als künstlerischer Direktor und Chefdirigent .

Außer Archivaufnahmen für den polnischen Rundfunk hat das Orchester über 200 CDs für viele renommierte Plattenfirmen (u.a. Decca, EMI, Philips, Chandos, Naxos) aufgenommen. Für phonografische Leistungen wurde das Orchester mit zahlreichen Preisen gekrönt, u.a. Diapason d’Or i Grand Prix du Disque de la Nouvelle Académie du Disque, Cannes Classical Award, Midem Classical Award.

Zusammen mit NOSPR traten mehrere hervorragende Dirigenten und Solisten auf, u.a. Martha Argerich, Leonard Bernstein, Rudolf Buchbinder, James Conlon, Placido Domingo, Barry Douglas, Pierre Fournier, Nicolai Gedda, Natalie Gutman, Barbara Hendricks, Julius Katchen, Leonidas Kavakos, Wilhelm Kempff, Kevin Kenner, Paweł Klecki, Kiryłł Kondraszyn, Marguerite Long, Witold Lutosławski, Charles Mackerras, Mischa Maisky, Neville Marriner, Kurt Masur, Shlomo Mintz, Garrick Ohlsson, Kun Woo Paik, Krzysztof Penderecki, Boris Pergamentschikow, Maurizio Pollini, Hermann Prey, Ruggiero Ricci, Mstislav Rostropowich, Artur Rubinstein, Jerzy Semkow, En Shao, Stanisław Skrowaczewski, Isaac Stern, Henryk Szeryng, Yan Pascal Tortelier, Pieter Wispelwey, Frank Peter Zimmermann,  Krystian Zimerman, Nicolai Znaider.

Das Orchester trat in fast allen Ländern Europas, in Nord und Süd Amerika, sowie in Japan, Hongkong, China, Australien, Neuseeland, Korea, Taiwan und den Ländern am Persischen Golf auf. In den letzten Jahren realisierte NOSPR spektakuläre Projekte, die bei den Zuhörern und Musikkritikern großen Anklang fanden (Konzert-Marathon der Werke von Górecki, Kilar-Musik, Musikalische Seereise (zwei Editionen), Górecki-Penderecki-Festival – zum 75. Geburtstag). Seit 2005 ist NOSPR Veranstalter der Biennale – Festival der Uraufführungen – Polnische Zeitgenössische Musik.